Samstag, 23. April 2011

Rast bei der Alblamm-Herrin: Kochs Bio Café

Wer Albkaes kaufen will, oder die süssen Araber-Fohlen im Pferdekindergarten Marbach besuchen möchte, fährt unweigerlich durch Gomadingen.

Dort betreibt die Familie Koch neben Atelier, Verlag, Schafzucht und baubiologischer Ferienwohnungsvermittlung auch ein Bio-Café.


Der Ausblick hoch über der idyllisch durch Gomadingen fließenden Lauter ist einfach toll.
Hier gibt's am Wochenende ab 11 Uhr tolle (natürlich mit KitchenAid) hausgemachte Kuchen und Snacks vom Alblamm - aus eigener Zucht!

Wir haben uns für die Vesperplatte entschieden.
Neben Alblamm-Debreziner gab es Alblamm-Salami und Alblamm-Leberkäs.

Sehr lecker - und typisch für die Alblämmer: der "lammige" Geschmack war nur ganz dezent.

Dazu gab es die Bio-"now" Getränke: Cola und Lemon.
Die Oetker-Bionade braucht wirklich kein Mensch mehr.



Wer mehr erfahren will, sollte sich hier umschauen. Die Kochs vermieten übrigens auch tolle Ferienwohnungen - die schwäbische Alb ist immer eine Reise wert :-)

Was - auf dr Alb hend se au Büffel??

"Was - auf dr Alb hend se au Büffel??".

Fragte mich die entgeisterte urschwäbischen Gattin meines italienischen Supermarkthändlers.

Sie war leicht verwirrt, weil ich wie jeden Samstag zwar wohlschmeckende italienische Tomaten gekauft hatte, nicht aber den üblichen Büffel-Mozzarella.

Klar gibt's Büffel - und daraus lässt sich ganz ausgezeichneter Büffel-Mozzarella machen: der Albzarella. Den gibt's bei der Hofkäserei, neben einigen anderen leckeren Sorten, die ich hier schon einmal vorgestellt hatte.

Der Albzarella war übrigens auch der Renner auf der Slow Food Messe in Stuttgart. Herr Rauscher stand tagsüber am Stand und kam nachts kaum nach Albzarella herzustellen, so hoch war die Nachfrage!

Ein paar Fakten: 50% Fett hat der Albzarella und besteht zu je 50% aus Kuhmilch und Büffelmilch. 2 Kugeln kosten 5€ - ein fairer Preis für 100% Bio-Qualität.


Zu einer echten Käserei - wenn auch einer schwäbischen - gehören auch aus der Schweiz importierte Alphörner ;-)


Mein Faible für Albbüffel in allen Variationen ist ja bekannt: tatsächlich grasen die Urviecher direkt auf der Weide neben der Käserei friedlich in der Sonne, wenn sie nicht gerade Ihrem Job an der Melkmaschine nachgehen.

Leider widerstanden sie meinem Charme komplett und liessen sich nur aus weiter Entfernung knipsen. Tja, die Zuneigung ist sehr einseitig ;-)


Am liebsten esse ich den Albzarella natürlich zusammen mit richtig schmackhaften Tomaten aus Italien, Fleur de Sel Olive, Pfeffer, Olivenöl - und gutem Balsamico.


Und wer mal einen Büffel-Cowboy von der schwäbischen Alb kennenlernen möchte, sollte sich mal bei Willy Wolf einmieten...


Freitag, 22. April 2011

Orangiges Knöterichgewächs aus dem Ofen

Knöterichgewächs? Ja klar, Rhabarber stammt aus der Familie der Knöterichgewächse.
Und um den dreht sich heute dieser Post. Da auch bei meinen Eltern die Leidenschaft für Rhabarber nur sehr einseitig ist - und diese Seite nicht in der Küche aktiv ist - kam ich bis Anfang 20 gar nicht mit Rhabarber in Berührung.

Schade, denn als ich mich WG-Dosenfutter ab - und dem richtigen Kochen zuwendete begann ich den Rhabarber zu entdecken und fand Gefallen dran.

Ich hätte dem Liebsten vor unserem ersten Date die Rhabarber-Frage stellen sollen. Denn: mit Rhabarber kann man ihn jagen.

Trotzdem lasse ich mir nicht nehmen ab und zu den schnellen Ofen-Orangen-Rhabarber zu machen. Da muss er durch. Wobei er sich meist am dazu gereichten Vanilleeis labt, der Banause ;-)


Der Ofen-Orangen-Rhabarber ist wieder so ein schnelles Gericht mit wenig Aufwand, die ich sehr gerne mache. Dafür die äußeren Rhabarber-Blätter entfernen und alles klein schneiden.
Wer es nicht so sauer mag, gibt den Rhabarber in eine Auflaufform und mariniert ihn mit (wer hat) hausgemachtem Vanillezucker für 1 - 2 Stunden.

Danach frisch gepressten Orangensaft auf den Rhabarber geben, bis er gerade so bedeckt ist.
Den Ofen auf 170 Grad vorheizen und den Rhabarber garen, bis er die gewünschte Konsistenz erreicht hat - das dauert bei mir ca. 25 Minuten.


Den Rhabarber je nach Lust und Laune nachsüßen und noch lauwarm zu Vanilleeis oder der neuesten Entdeckung Vanilleeis mit weißen Schokostückchen reichen. Ich mag es besonders, wenn sich Eis und Rhabarber vermischen... ein Traum!



Zwei Dinge:
1) Der Rhabarber schrumpft ganz schön zusammen - daher: mehr ist mehr, denn
2) Wenn noch was übrig bleibt (die Portion des Mannes ;-) - esse ich den Ofen-Orangen-Rhabarber gerne mit Joghurt oder Quark am nächsten Tag


Sonntag, 17. April 2011

Schoko-Kirsch Muffins

Muffins sind einfach genial: schnell zubereitet und ideal transportiert. Und es gibt so viele Varianten, die ich unbedingt ausprobieren muss.


Kürzlich waren die Schoko-Kirsch Muffins dran.

Für 12 Muffins 1 Glas Kirschen gut abtropfen lassen. 250 g Mehl, 2 TL Backpulver und 1/2 TL Natron vermischen.

Parallel 1 Ei mit 110 Gramm Zucker (ich habe Rohrzucker verwendet) schaumig schlagen.

1 Päckchen Vanillezucker, 80 Gramm neutrales Pflanzenöl und 250 Straciatella-Joghurt (Bio ohne Zusatzstoffe) unterheben.

Die Mehlmischung vorsichtig zur Zucker-Ei-Mischung geben und am Schluss die gut abgetropften Kirschen unterheben.

In Muffinblech bzw. Förmchen füllen und bei 180 Grad 20 - 30 Minuten backen.
Unbedingt Stäbchenprobe machen. Sie dürfen keinesfalls zu trocken werden.

Fazit: schnelle Muffins, schön saftig. Wird es häufiger geben!


Quelle: Chefkoch



Griechisches Ofen-Huhn

Als Liebhaberin der griechischen Küche habe ich mich sehr über das Motto des aktuellen Kochevents von Tobias gefreut.

Es ist wahr, ich könnte mich quasi nur von griechischen Gerichten ernähren. Tagaus, tagein - aber selbst gekocht. Denn das was uns die ortsansässigen Griechen vorsetzen ist oft katastrophal, fettig und nicht so, wie man es in Griechenland essen würde.

Ich schätze mich glücklich, dass ich in der Nähe einen griechischen Supermarkt habe. Da bekomme ich alles, was ich für die griechischen Koch-Sessions benötige - und jedes Mal noch einen Einblick in die aktuellen Familienverhältnisse in Griechenland ;-)


Eines unserer Lieblingsessen ist das griechische Ofen-Huhn. Ein wunderbar einfaches Gericht, das trotz kurzer Vorbereitungszeit richtig gut schmeckt. Dazu ein guter griechischer Wein und im Anschluss ein (oder zwei, oder...) Ouzo - und der Abend ist perfekt.


Für 4 Personen zuerst 1 kg Kartoffeln schälen und in gleich große Stücke schneiden.
2 Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden. Alles in eine Schüssel geben, 2 Knoblauchzehen reinpressen und 3 EL gutes, griechisches Olivenöl dazu geben.
Mit den fein geschnittenen Nadeln von 2 Rosmarinzweigen, Pfeffer und (wer hat) griechischem Kräutermix würzen.

Achtung: noch nicht salzen, sonst ziehen die Kartoffeln Wasser.

Die Kartoffeln ca. 1 h einziehen lassen.


Danach das Huhn (wir nehmen 4 Hühnerschenkel) parieren, mit Salz, Pfeffer, Paprika und griechischen Kräutern würzen. Wir geben gerne noch Souvlaki-Gewürz dazu, das haben wir noch vom letzten Griechenland-Urlaub.

Um zu verhindern, dass das ganze Essen zu fettig wird, schneiden wir ein ganzes Stückchen der Haut weg. So hat man zwar ein bisschen krosse Kruste - aber es fettet nicht alles ein.

Die Hühnerschenkel in ein hohes Blech legen, welches vorher leicht mit Olivenöl bepinselt wurde und bei 200 Grad ca. 30 Minuten backen.
Immer mal wieder wenden, damit sie schön kross werden.

Nach 30 Minuten die Kartoffeln rundum verteilen.
Ich salze die Kartoffeln jetzt gerne noch mit Fleur de Sel mit leichtem Olivengeschmack.

Nach weiteren 30 Minuten kann man (wie im Original) grüne Bohnen dazu geben. Wir bevorzugen klein geschnittene Paprika-Schoten, die 5 Minuten garen - und kurz vor Schluss kommen für ein paar Minuten noch Feta-Wüfel dazu (kein Weichkäse, sondern echter Feta!).




Wer will kann auch noch Oliven dazu geben - doch die essen wir am liebsten pur zum Ofen-Huhn. Genau wie Tsatziki und ein bunter Salat nicht fehlen dürfen. Und natürlich der Ouzo zum Schluss ;-)



Quelle: abgewandeltes Chefkochrezept

Donnerstag, 7. April 2011

Pastaglück in der Stadtmauer - Pasteria Allkemper

Reutlingen besitzt ja immer noch Teile einer Stadtmauer - und einige fulminante Tore. Direkt neben dem Gartentor, in einem denkmalgeschützten Mini-Häuschen war lange Zeit das "Käslädle" untergebracht. Schon als Kind ein toller Ort für mich.

Seit einigen Jahren hat nun Verena Allkemper ihre Pasteria in den Räumlichkeiten. Angefangen hat alles mit einem Marktstand. Schnell waren die hausgemachten Pasta-Spezialitäten der absolute Renner. Vor allem die gefüllten Nudeltaschen - nein, keine Maultaschen, sondern "Pfulben" haben es den Marktbesuchern von Reutlingen angetan.

Es musste ein Laden her - und der perfekte Platz ist in der Tat das ehemalige Käslädle.


Neben dem täglichen Mittagstisch gibt es auch abends die Möglichkeit Pasta, Antipasti, Salate und tollen Wein zu genießen. Einige Tische wurden in den gemütlichen Räumlichkeiten untergebracht - und dazu gibt's Bilder von Künstlern und Lieblingsmusik (heute wieder Feinschmeckerles Lieblinge Matchbox 20 und Ryan Adams).

Und das Wichtigste: es gibt die beste Bolognese, die Reutlingen zu bieten hat (außer meiner natürlich ;-). Schön lange gekocht, mit Wurzelgemüse - und dazu hausgemachte Spaghetti und Mon Rocco (Parmesan aus dem Allgäu).

Perfekt! So eine Bolognese kann echt den übelsten Tag retten!


Auch die Antipasti-Platte ist sehr zu empfehlen. Besonders die Oliven...


Es ist nicht chic und mondän - aber sehr gemütlich.


Und alles mit Liebe gemacht - sogar die süssen Hasen zum Espresso mit perfekter Crema.


Wer Pasta liebt wird bei Pasteria Allkemper glücklich werden :-)

Mauerstraße 29
72764 Reutlingen
07121 5149493
pasteria-allkemper.de

Dienstag, 5. April 2011

Schnelle Zucchini Quiche

Leider werden meine Tage immer noch nicht entspannter. Und so schaue ich, dass ich wenigstens was Vernünftiges auf den (Mittags)-Tisch bekomme.

Neuerdings wechseln wir uns innerhalb meines Büros auch gerne mal ab, da wir alle keine Lust auf Kantine, schlechte Italiener, oder Döner haben und uns mehr nach frischem Gemüse, guten Zutaten und (einigermaßen) gesunder Küche ist.

Oft gibt es Quiches. Die lassen sich schnell herstellen, gut aufwärmen und ein frischer Salat dazu ist fix gemacht.


Ich starte also mit (dem supergesunden ;-) Blätterteig. Dieser wird in die Quicheform eingepasst. Parallel 2 - 3 Zucchinis klein schneiden und in einer Pfanne in wenig Olivenöl andünsten. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer, Thymian würzen. Die Zucchinis in die Quichform geben.

150 ML Sahne, 150 ML Milch, 3 Eier, ordentlich Salz und Pfeffer mischen. Wer mag kann noch ein wenig Parmesan in die Mischung geben - und über die Zucchinis in der Quicheform einfüllen.

Den Backofen auf 220 Grad vorheizen. Die Quicheform ins untere Drittel stellen und 10 Minuten backen. Dann bei 170 Grad nochmals weitere 20 Minuten backen - und lauwarm genießen. Oder am nächsten Tag im Büro damit die Kollegen neidisch machen ;-)